Nachstehend ein Sammelsurium seiner Antworten zu Fragen, die ihm gestellt wurden (BarryGram, Convention, Zeitschriften etc.):
Während des Clubtreffens des BMIFC/UK in Birminham im November 1994 und der BMIFC Convention in Palm Springs Ende Dezember 1994 hatten die Fans Gelegenheit, Barry persönlich alle möglichen Fragen zu stellen. Einige Fragen hatte er schriftlich mitgebracht; er beantwortete aber auch direkte Fragen.
Dieses Frage- und Antwort-Spiel findet in völlig entspannter Atmosphäre statt. Die Fans verhalten sich dabei mustergültig!
Frage: Wenn Du die Stufen hinaufsteigst und auf die Bühne kommst, wo Du dann mit unserem Haufen konfrontiert wirst, wie fühlst Du Dich da?
Barry: Oh Mann, das ist erheiternd. Ich hoffe bloß, Ihr seid immer alle da. Ich fühle mich, als ob ich fliege. Ich wünschte, Ihr alle könntet das erleben. Manchmal bringe ich gute Freunde mit und lasse sie sich neben mich stellen, wenn ich die Stufen hinaufgehe. Das ist absolutes Showbusiness.
Zuerst umgibt dich diese spektakuläre Musik von allen Seiten und dann fängt die Menge an zu toben. Wirklich, ich wünschte, alle meine Lieben könnten einmal auf der Bühne stehen. Diese Eröffnung macht alles wett, was in meinem ganzen Leben schief gegangen ist - dieser "Moment" - und von da an wird’s ja noch besser.
Frage:Was tust Du, um Dich nach den Konzerten wieder zu beruhigen?
Barry:Nichts. Ich beruhige mich auf den Weg ins Hotel oder anderswohin.
Frage: Schreibst Du noch ein Musical?
Barry: Bruuuuuce? Ja, wir schreiben eins (Anmerkung: wie wir inzwischen wissen, war es Harmony!).
Wißt Ihr, "Copacabana" war ich - ich glaube, ich weiß jetzt, wie’s war; so muß es sein, wenn man ein Kind bekommt. Ich denke, für einen Mann ist dieses Gefühl am ehesten vergleichbar mit einer Geburt. Als es passierte, war es das Schmerzhafteste für mich, was ich je erlebt habe, als ob es nie wieder aufhören würde. Und dann, nachdem es endlich vorbei war, sagst du, so schlimm war’s gar nicht, machen wir’s noch mal. Also werden wir wohl noch eins schreiben, wir arbeiten daran. Bruce und ich haben eine glänzende Idee ...
Frage: Ich bin Sternzeichen Zwilling ...
Barry: Ach Du armes Ding - genau wie ich! Wißt Ihr, ich bin von zwei Zwillingen erzogen worden, mein Stiefvater und meine Mutter waren beide Zwilling, und dass war, als lebtest du in einem Haushalt mit 20 verschiedenen Leuten, denn Zwillinge sind wie alle möglichen Leute in einer einzigen Person. Das beste, was du für mich tun kannst, wenn wir verheiratet wären, ist das Haus neu zu streichen, jedes Mal, wenn wir nach Hause kommen. Dann wird’s nie langweilig. Peitschen, Ketten, alles wird helfen, weißte.
Frage: Wer sind Deine liebsten Plattenstars zur Zeit?
Barry: Ich. No, no, no. Ich weiß nicht. Sting.
Frage: In der Vergangenheit hast Du uns immer ein paar Bücher empfohlen. Ich möchte gern noch mehr wissen.
Barry: Wirklich? Ich lese sehr gern. Ich liebe die englische Sprache. Ich liebe Sprache. Ich bin verrückt danach. Hier in England gibt es jemanden, der Anthony Burgess heißt, den habe ich gerade entdeckt. Kennt Ihr ihn?
Ich kann gar nicht genug von ihm lesen; er hat tolle Sachen geschrieben. Dieses "Clockwork Orange" hat mir nicht so gefallen, aber alle anderen Bücher von ihm sind fantastisch. Ich lese gerade eins, das heißt ... wartet mal, wartet ... "Kingdom of the Wicked". Das ist zur Zeit mein liebstes Buch.
Frage: Zu Deinem Geburtstag warst Du dieses Jahr in London. Hat es Dir gefallen und was hast Du gemacht?
Barry: Nun, alles drehte sich um "Copacabana". Wir waren mit der ganzen Truppe des Musicals zusammen. Wir haben uns eingeschmiert und uns gegenseitig durch die Gegend geworfen ... Es hat Spaß gemacht. Es war eine lustige Zeit. Wo wir hingegangen sind? Wir waren im ... IHR wißt das. Um Gottes Willen, Ihr wißt sowieso mehr über mich als ich selber!
Frage: Die Geschichte von "Copa", dem Film und "Copa", dem Musical unter- scheidet sich beträchtlich. Was hälst Du von diesen Änderungen?
Barry: Yeah, mir gefallen die Änderungen. Mir ist es lieber, wenn Tony nicht stirbt. Ich meine, dann können wir "Copa II" machen. Eines Tages werde ich die Rolle des Tony in der "Copa Show" spielen.
Frage: Was Dein Big Band Album angeht, wie bist Du auf die Idee gekommen, und hast Du Dir bereits Gedanken über Dein nächstes Projekt gemacht?
Barry: Grunge. Nein, nein. Nach dieser Tournee gehe ich nach Hause und werde mich mit meinem nächsten Projekt befassen. Es wird eine interessante Sache Ich will noch nichts darüber sagen, aber die Idee kam mir in einem Traum, 1983 in Süd Afrika ("Here at the Mayflower" vielleicht?). Ich weiß, wenn die Ideen in meinen Träumen entstehen, dann wird’s was!
(Anmerkung: Barry führt seit rund 20 Jahren Tagebuch, er vergißt nichts. Was das Big Band Album anbelangt, hat Barry in der Larry King Show gesagt, dass Clive Davis von Arista ihm bereits vor 10 Jahren vorgeschlagen hat, ein Big Band Album aufzunehmen. Barry wußte nur nicht, wie er’s anstellen soll, damit es nicht wie eine K-Tel-Platte klingt. Erst als er die Idee hatte, mit den Original Big Bands - so fern noch existent - zusammenzuarbeiten, konnte er es verwirklichen).
Frage: Wirst Du auch wieder ein Pop-Album aufnehmen?
Barry: Ja, werde ich. Aber es wird ein Konzept haben (also doch "Here at the Mayflower"!)
Ich kann nicht einfach Pop-Songs singen. Ich weiß nicht mehr, wie ich das machen soll. Ich habe schon alle gesungen. Es wird mehr Zusammenhang zwischen den Liedern geben. Ich glaube, es wird eine Kombination aus Jazz, Romantik und Violinen-Sachen. Es wird ein gewisses Konzept geben und vielleicht sind auch mehr Leute dabei, als nur ich selber.
Frage: Wirst Du mal wieder als Schauspieler arbeiten?
Barry: Weiß ich nicht. Ich glaube, ich hab’s ganz gut gemacht, aber die Musik macht mir viel mehr Spaß. Die Schauspielerei - du hockst mehr in deinem Um- kleidewagen und wartest, bis sie dich wieder rufen, und dann heißt es: oh nein, Schnitt. Und dann wartest du wieder und wartest und sitzt bloß rum.
Frage: Ich bin aus New York, und weißt Du, hier in England bist Du wesentlich unzüchtiger als zu Hause.
Barry: Ich weiß! Es liegt an ihnen (den Engländern). Was glaubst Du, weswegen ich immer wieder hierher komme?
Frage: Wer entscheidet, bei welchen Konzerten/Shows eine Pause gemacht wird?
Barry: Kommt darauf an, ob ich pinkeln muß! Wollt Ihr Shows mit oder ohne Pause?
Antwort: "MIT"!
Frage: Falls Du jemanden kennenlernen könntest, egal ob er noch lebt oder nicht, wen würdest Du Dir wünschen?
Barry: Jesus! Mit ihm würde ich mich gern unterhalten. Und Hitler. Ich würde ihn fragen: WARUM?
Frage: Erhältst Du unsere Briefe?
Barry: Ja, kistenweise. Ich bekomme eine Auswahl der Zuschriften zur Ansicht. Ich frage mich außerdem, WAS Ihr mit Euren Teleobjektiven an den Kameras sucht? Aber ich mag die Fotos, die Ihr mir schickt.
Frage: Woher nimmst Du Deine Energie, so daß es jeden Abend wie neu wirkt?
Barry: Jeder Abend, jedes Publikum, jede Show ist anders. Daher kommt die Energie. Außerdem versuche ich, menschlich zu sein. Ich zeige, daß ich ein Mensch bin.
Frage: Hattest Du damals was mit Bette Midler?
Barry: Es war wie in einer Ehe. Wir haben uns die ganze Zeit angebrüllt, und es gab keinen Sex.
Frage: Wen würdest Du gern in einem Film spielen?
Barry: Arnold Schwarzenegger
Frage: Beschreibe doch mal einen Tag "on the road".
Barry: Zuerst stehe ich auf, und dann mache ich ein großes Frühstück für alle, und dann mache ich alle Betten ... Nein. Ich stehe auf, frühstücke, gehe in den Fitness-Raum und dann fahre ich zum Soundcheck.
Frage: Welche Deiner Songs würden am besten Deine Karriere bezeichnen?
Barry: "It’s a Miracle" und "Losing Touch".
Frage: Hast Du eine Vorstellung davon, wie Deine Lieder auf die Leute wirken?
Barry: Ja, habe ich. Ich nehme Euch und meine Karriere sehr ernst. Ich versuche Euch zu vermitteln, was ich fühle.
Frage: Gibt es etwas, was wir während Deiner Konzerte besser nicht tun sollten?
Barry: (lehnt zunächst eine Antwort ab).
Versucht so zu tun, als würdet Ihr die Show zum allerersten Mal sehen, so daß es für die "Zivilisten" ganz spontan bleibt. Und macht keine Bandaufnahmen von den Shows. Das ist, als ob Ihr mir meine Kunst raubt ...... eine billige Kopie macht und weitergebt, so wie man ein be- rühmtes Gemälde kopiert.
Quellen: Manilow Magic/Dallas und A Barry Manilow No Frills Fan Club/L.A.
Frage: Auf welcher Bettseite schläfst Du? Schnarchst Du?
Barry: Ich schlafe auf der linken Seite. Ich schnarche nicht, glaube ich jedenfalls!
Frage: Was vermißt Du jeweils am meisten, wenn Du auf Tour bist oder nicht?
Barry: Wenn ich nicht auf Tour bin, vermisse ich es, mich mit meiner Band und der Crew auszutauschen und mir fehlt die Resonanz des Publikums auf meine Musik. Wenn ich auf Tour bin, vermisse ich mein Zuhause, mein Studio, meine Freunde, meine Hunde, mein Badezimmer und mein Bett.
Frage: Was ist das Wertvollste, daß Du besitzt und warum?
Barry: Das Wertvollste, was ich besitze, sind meine Tagebücher, mit denen ich 1970 begonnen habe. Sie beinhalten alles, was mir passiert ist. Für andere Leute mögen sie wahrscheinlich nicht sonderlich interessant sein, aber ich liebe es, hin und wieder darin zu lesen, was für erstaunliche Abenteuer ich schon erlebt habe.
Frage: Hast Du schon viele graue Haare?
Barry: Woher soll ich das wissen? Mein Friseur schmiert mir einmal im Monat so ein Zeug in die Haare und danach sieht toll aus. Ehrlich gesagt, ich glaube nicht, dass ich es wirklich wissen möchte.
Frage: Unterschiedlichen Berichten zufolge, bist Du ein Vegetarier und ein Ab-stinenzler, stimmt das?
Barry: Ich habe seit 15 Jahren kein rotes Fleisch mehr gegessen. Ich esse nichts, was von Tieren stammt, die Wimpern haben. Ich esse Huhn, einige Sorten Fisch und eine Menge Gemüse. Tagsüber trinke ich sehr viel Wasser und abends mal ein Glas Wein.
Fragen, die er in einer englischen Fernsehshow beantwortete, als er "2:00 A.M. Paradise Cafe" promotet hat:
What approach would you use if you wanted to take out a particular girl?
flowers, chocolat, call her constantly on the phone?
Well ..., I would do what any other horny person would do, I would call, beg - I would beg, I would send a free ticket ... anyway.
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Welche Annäherungsversuche würdest Du unternehmen, wenn Du ein be- stimmtes Mädchen treffen möchtest?
a) Blumen b) Schokolade c) sie ständig anrufen?
Barry: Nun ..., ich würde tun, was jede andere geile Person tun würde - ich würde anrufen, betteln - ich würde betteln, ich würde ihr eine Freikarte schicken ... alles mögliche.
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I’m 40 years old and my mother still gives me advice - is this the same with your mom?
Barry: If it comes to a yewish person than you have to ask the question. My mom gives me advice if I want or not!
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Ich bin 40 Jahre alt und meine Mutter erteilt mir immer noch Ratschläge - macht Deine Mutter das auch?
Barry: Wenn es sich um eine jüdische Person handelt, mußt Du diese Frage stellen. Meine Mutter erteilt mir Ratschläge, ob ich will oder nicht!
Barry: No, the only thing that I’m wanting to do is one of those ballons - that hot air ballons, you know. And someone got me a birthday present and I will do that if I have time.
Barry: Nein, die einzige Sache, die ich machen möchte, ist mal mit einem dieser Ballons zu fliegen, diese Heißluft-Ballons, weißt Du. Jemand schenkte mir das zum Geburtstag und ich werde das tun, wenn ich Zeit dazu habe.
Frage: "Would you ever do a nude love scene in a movie"?
Barry: "Well, I did a nude love scene. But they cut it out for America. Only in Europe you can get it. It was in Copacabana. Ah, that’s just bullshit, okay"? Frage: "What is the funniest thing a fan has ever given you"?
Barry: "Well, I don’t know how to quite take this, but you know, about five years, seven years ago, even more than that, there was a girl who wrote 36.000 times like a couple of books, she wrote this lovely thing - you are my singer, you are my song. Laurie, her name was L..... S...... and she wrote page after page of this onesentence.I mean, it was very touching, you know, very bizarre, but very touching.
I met her, you know. She was a sweet girl. I met her, we sorta got in touch, you know, I was encouraging her to stick with her music career and then months later, I got the same type of thing, I forgot what it said, but it was on a roll of toilet paper. It was very flattering".
Frage: "Barry, in the darkest corner of your mind, when the will to give up is overwhelming, how do you find the courage to keep the dream from dying"?
Barry: "I’m sorry. Well, you know, I’ve been very fortunate. I haven’t gotten that far down - maybe I have been, but not very many. I’ve been very fortunate, I’ve had a very good life. But there have been times, I must say, that I have had the same kind of shit that’s rolled on me and it’s funny, you know. These last couple of years were very introspective, as I told you in the newsletter and some of it was very unpleasant and some of it was o.k., and all of it I consider a learning experience, as we always should and when I was down as I was, it was very funny.
I heard Peter Gabriel’s song, that "Can’t Push Me Gabriel", that don’t-give-up-song. I know it sounds like such a saccharin song, but any other time that I heard that song and was feeling fine and movin‘, you know. I probably would have enjoyed it for what it was and paid no attention, but I needed to hear that and it reminded me of all the letters that you write to me. How important that whatever it is when I happen to hit a nerve that makes you feel good ... and there I was, feeling blue, and remembering all the things that you said and I felt very good that I can do that for you and that’s what helped me out. So, if it hadn’t been for you ...".
Frage: "Who decides which cuts of an album will be released as a single to the pop charts? So often, I have found the unknown songs on your album to be superior to the ones that ... do you have any say on these decisions, or are the record companies solely responsible"?
Barry: "Well, as I told you before, I turn down all the hits, you know. I really don’t trust myself, I just make the music and throw it out there. Some of it sticks and some of them don’t. So I really don’t have that much to say unless I really, really strongly believe in one or the other. And over the years, I have left it to the people who really know how to do that stuff. But I gotta tell you that, just because - you say that so often, you have found the other songs on the albums to be superior, well that may be true, they may be better written songs, but that doesn’t mean that they’re hits. One thing has nothing to do with the other, whether they’re better written songs, or they’re hit songs.
The hit songs are the ones that push buttons in people that make them actually universal. They’re the songs. It doesn’t mean that they’re a better song, it just means that they’re a hit song. So, yeah, you know, stuff like "You Could Show Me" or "Sunday Father" they’re wonderful songs on albums, but they wouldn’t be hit songs".
Frage: "O.k., this is Darlene Bryan, Texas - tell the truth, did you originally plan to be gone this long or did you originally have only a year of rest in mind when things got gummed up or didn’t go as planned. It’s been a long 18 months, pardner"!
Barry: "Well, you know what? I mean, I’m back and I’m feeling great. And we’re going to go back on tour, but I’ll tell you something, I planned to take five years off, so I’m glad I’m back in 18 months. Well, the end of that tour was the end of that tour. Whew, I was ready to stop".
Frage: "How did the part of the show with the girl from the audience singing with you come about and whose idea was it"?
Barry: "My idea, and Roberta encouraged me to do it. I came up with the idea, but I chickened right out. I said, these people are going to kill me, I can’t do this. Roberta said, this is the greatest idea - yes, I’m going to keep it in, but it‘s going to be in a different incarnation.
I’ve had some very interesting things happen. I see some Japanese fans down here. Do you remember when we did this in Japan? The first time we ever went to Japan I tried this - I had no idea what was going to happen. You know, I had little cards made up from which I would speak Japanese and on one of the cards, in Japanese, I said, would somebody like to come up and sing this song with me - and a whole ten rows came up. And I couldn’t get anybody back.
I couldn’t say, "please, no, come one". It was a mess. I never did it again. So, I’ve gone to Berlitz school for language to try to lern to speak Japanese, so I can do that. Boy, a lot of things have happened, you know, when I did "Can’t Smile Without You". Two ladies jumped on the stage - were you there when two ladies jumped on stage?
I always had a fantasy of doing it with two ladies, but not "Can’t Smile Without You", you know. One was grabbing the mike and singing and the other was grabbing other things ... there’s bravery in twos, you know".
An Barry gestellte Fragen (Orlando, Reflections - Profile, Herbst 1989)
Frage: Gibt es jemanden, den Du wirklich gern einmal kennenlernen möchtest und wozu Du noch keine Gelegenheit hattest?
Barry: Ja, Kennedy. Ich habe Ted Kennedy einmal bei einer BMI Veranstaltung reden hören, und ich war nicht weiter von ihm entfernt als so... Ich war noch nie in einem Raum mit jemand zusammen, der so eine Ausstrahlung hat. Und man sagte mir, das sei noch gar nichts im Vergleich zu John Kennedy! War jemand jemals mit Kennedy im gleichen Raum? Das hätte ich gerne erlebt...
Ich lerne eine Menge Leuten kennen, weißt Du, aber ich halte mich fern von Prominenten. Ich bin immer enttäuscht, tut mir leid, aber ich bin immer enttäuscht, wenn ich ein Idol persönlich kennenlerne. Ein paar Mal habe ich Barbra Streisand getroffen oder William Goldman oder Mulligan und Gott sei Dank stellte sich heraus, dass dies großartige Menschen sind. Aber ich habe immer Bammel, dass ich diese Leute kennenlerne und sie entpuppen sich als richtige Hirnis...
Frage: Hast Du einen Spitznamen?
Barry: Ja, habe ich. Chief, manchmal nennen sie mich Chief. Oder Boss. Oder Shithead oder Suckhead - je nachdem, wie ihre Laune ist ...
Frage: Schnarchst Du?
Barry: Ich glaube nicht, dass ich schnarche. Klar, jeder sagt "Ich schnarche nicht, du schnarchst".
Frage: Wir lesen andauernd von Deinem täglichen Fitness-Training und Deiner besseren Figur. Wann werden wir sie mal zu sehen bekommen?
Barry: Du meinst, man kann nichts sehen? Hier - Barry Manilow vorher - Barry Manilow nachher! Ich trainiere wie ein Verrückter, aber ich werde wohl so dünn bleiben.
Wartet mal bis zur nächsten Sommer-Tour. Da werden wir alle T-shirts anziehen oder so ...
Frage: Wenn Du trainierst, hörst Du dann Musik?
Barry: Meistens schreie ich viel zu laut!
Frage: Wie weit kannst Du von der Bühne aus sehen?
Barry: Kommt auf die Stärke der Scheinwerfer drauf an.
Frage: Wirst Du es leid, immer die gleichen Gesichter in Deinen Shows zu sehen?
Barry: Nein, niemals. Ganz und gar nicht! Nein, absolut nicht!
Frage: Kannst Du Deinen männlichen Fans eine Rat geben?
Barry: Ich denke, dass sie sehr mutig sind, ja wirklich. Ich glaube für Frauen ist es einfacher, sich über so eine Musik, wie ich sie mache, zu äußern.
Männer haben es schwerer. Ich glaube, dass es eine ganze Menge Leute gibt, denen die Musik, die ich im Laufe der Jahre gemacht habe, gefällt - na ja, es gab da auch Probleme - aber so langsam wendet sich wohl das Blatt, glaubt Ihr nicht auch?
Ich habe das Gefühl, dass es aufwärts geht. Wirklich, ich weiß nicht, was es ist; vielleicht kommt es daher, dass wir all die Jahre durchgehalten haben.
Frage: War es Deine Idee, Dich mit Bartstoppeln für das neue Album fotografieren zu lassen?
Barry: Nein. Ich kam mit diesem halben Bart an und mein Assistent, Marc Hulett, sagte: "Laß es so". Und ich sagte: "Ich bin doch bloß stoppelig, was redest Du da". Und er sagte: "Laß es, versuch‘ es". Ich traute mich nicht, aber Marc sagte, es wäre in Ordnung.
Frage: Wie bleibst Du vernünftig, wenn Du im Streß bist?
Barry: Na ja, ich gebe zu, dass ich mir ein sehr stressiges Leben ausgesucht habe. Und je erfolgreicher ich werde, desto hektischer geht es zu. Ich habe heraus-gefunden, dass es einen Weg gibt, damit umzugehen, und hier ist ein Tip für alle - denn Streß gibt es ja nicht nur bei Leuten, die im Rampenlicht stehen, sondern den hat ja wohl jeder, stimmt’s.
Hier ist eine Möglichkeit, wie man Streß augenblicklich abbauen kann: zähle bis zehn und sei dankbar für das, was Du hast... für alles, was gut läuft. Das beendet den Streß schlagartig und läßt alles andere weniger verrückt erscheinen. So mach ich das ...
Frage: Squashspielen ist eine gute Sache um Spannungen abzubauen. Was machst Du um Spannungen loszuwerden?
Barry: Ich gebe ein Konzert. Ich habe viel Glück, dass ich das kann, ich habe überhaupt eine Menge Glück - dass ich da sehr viel Frust loswerden kann. Alle Musiker bauen so ihren Frust ab, indem sie laut singen und viel Leidenschaft hineinlegen...
Frage: Wie fühlst Du Dich nach einem Konzert, wenn Du allein in Deiner Garderobe bist?
Barry: Ich fühle mich allein in meiner Garderobe.
Frage: Hast Du je daran gedacht, Danny Kaye's Leben darzustellen?
Barry: Ja, habe ich. Komisch, dass Du das erwähnst, aber ich hatte versucht, von seiner Frau Sylvia die Erlaubnis zu bekommen, seine Lebensgeschichte am Broad- way aufzuführen. Sie kam ein paar Mal um sich meine Show anzusehen, und als ich in ihre Wohnung kam, fragte sie: "Was machen Sie"? Und ich sagte: "Ich singe". Und sie sagte: "Sind sie auch komisch"? Nun, manche Leute glauben, dass ich es manchmal bin". Sie kam ein paar Mal zu der Show in New York, und ich glaube, sie hat ihr gefallen. So, wer weiß...
Frage: Magst Du es, Dir Filme anzusehen, ins Kino zu gehen oder Dir Videofilme auszuleihen?
Barry: Ich mag es, ins Kino zu gehen. Ich bin wirklich kein Freund des Fernsehens. Ich schaue fast nie Fernsehen. Wenn ich es doch mache, dann ohne Ton.
Frage: Wirst Du noch ein Buch schreiben: "Sweet Life II"?
Barry: Weißt Du, wenn ich das nächste Mal ein Buch schreibe, dann muß ich alles durch die Sch.... ziehen. Dann muß ich erzählen, dass ich zu viele Drogen ge- nommen habe, dass ich mich mit der Presse herumprügele, dass ich drei uneheliche Kinder gezeugt habe - und dann kommt es auf die Bestsellerliste. Es heißt dann "Sweet And Sour Life II" ...