Everybody Has A Cassette (Playing Keyboards von Spencer Benedict - Dezember 1989)
Für manche Berühmtheiten ist der Ruhm nicht nur ihre Belohnung, er ist auch ihre Entschuldigung für alle Arten des unentschuldbarem Benehmens.
Mit "göttlichem" Recht haben viele Superstars, mit Hilfe eines PR-Agenten, ihre Biographie umgeschrieben, um einem besonderen Image zu entsprechen und handhabten es bequemerweise ganz nebenbei, jede mögliche Erwähnung ihrer besonderen Vergangenheit auszulassen.
Im Gegensatz zu dieser herkömmlichen Weisheit, war Barry Manilow recht erfolg- reich, indem er die alte Nachbarschaft mit einbrachte - aufbauschend, unter- und überirdisch fahrende U-Bahnen, beweisend, dass - obwohl man den Jungen aus Brooklyn herausbringen könnte - ein Brooklyn-Junge überallhin reisen kann.
Auf seinen Reisen, beginnend in den frühen 70ern, als er als Bette Midler’s Begleiter im Showgeschäft anfing, hat Manilow’s natürlicher Charme ihn bei Massen von Pop-Fans auf der ganzen Welt beliebt gemacht. Sogar bei denen, die nicht immer die Eigenheiten des "Broklynschen" verstehen.
Während der nächsten zehn Jahre etablierten ihn gute Verkaufszahlen - bei Singles und Alben, ausverkaufte Shows und TV-Specials - nicht nur als einen beständigen Superstar, sondern als eine Person, die sich wahrscheinlich keine Sorgen mehr über die Bezahlung seiner Miete zu machen braucht.
In den späten 80ern mußte sich Barry der Herausforderung stellen, Nightclubs und Theater zu füllen, ohne überhaupt einen Hit in den Charts zu haben. Obwohl dies eine bedeutende Herausforderung sein kann, verblaßt es neben dem Jungen aus Brooklyn, der sich mit dem herkömmlichen kalifornischen Lebensstil anfreundete, den er widerwillig gezwungen wurde, zu führen.
"Du kannst Dir nicht mal mehr Essen bestellen", bemerkt Manilow über diese merkwürdige links gelegene Küste. "Ich bestellte eine Pizza und es dauert 3 Stunden. 3 Stunden! Diese arme Pizza kam am Deckel klebend an. Es war das Letzte. Versuche es nicht".
Wir sprachen mit Barry über einige andere Tücken des zeitgenössischen Künstlerlebens.
Frage: Du hast Dich gerade auf eine andere umfangreiche Tour eingelassen. Hat nicht scheinbar jede Tour ihre eigene Zeitspanne und Darstellung?
Barry: Jede Tour, die ich gemacht habe, war verschieden. Aber ich kann Dir sagen, egal ob es nun eine Tour ist oder mehrere oder ein Album, zum Ende hin wird es immer irgendwie ein bißchen aufreibend. Ungefähr zwei Wochen vor dem Ende sind alle so weit, einfach alles hinzuschmeißen. Wenn man weiß, dass das Ende nahe ist und man bereits Licht am Ende des Tunnels sieht und man bereits dort sein möchte, dann ist es sehr wichtig, die Moral aufzubauen. Denn sonst kann es etwas ungemütlich werden. Dann muß ich für alle eine kleine Party schmeißen.
Frage: Gibt es irgendwelche Orte, wo das Publikum in der Vergangenheit wirklich gut war, so dass Du - wenn Du dort bist - erwartest, eine tolle Nacht und ein begeistertes Publikum zu haben?
Barry: Das denke ich immer, aber ich liege immer falsch. Ich denke immer: Oh, Chicago wird besser als jeder andere Ort, und Chicago ist immer großartig zu mir, aber es ist kein bißchen besser, als die ganzen anderen Städte. Ich erinnere mich daran, wenn es wirklich mal einen Unterschied gegeben hat. Aber zur Zeit unterscheiden sich die Städte nicht sonderlich. Die Eine ist etwas aufregender als die Andere aber im Grunde machen sie mir alle Spaß. Alle wissen, warum sie kommen. Sie kennen die Lieder. Abgesehen davon, dass ich nicht gut bei Stimme bin, kann - so glaube ich - nicht viel schief gehen.
Am Anfang, kann ich mich erinnern, war Philadelphia besser als alle anderen und Boston war schrecklich. Ich war unbekannt. Ich war nicht besonders gut. Aber Philadelphia war toll, dass ist das, woran ich mich erinnere. Ich denke, es hängt auch von der Art Show ab, die man macht, weißt Du. Meine ist durch und durch konventionell. Ich meine, es ist nicht so, dass ich ein sehr universelles Programm vorführe, welches man dann nimmt und es in die Provinz bringt, wo es dann nicht funktioniert. So ist das nicht. Ich bin genau in der Mitte, singe die Lieder, die jeder zu kennen scheint. Ich unterhalte mich nett mit den Leuten. Man muß nicht aus Brooklyn kommen, um zu dem, was ich sage, eine Verbindung herstellen zu können. Wir haben diese Sache kreiert, die glaube ich überall ankommen wird.
Frage: Wie kannst Du in diesem Fall sagen, ob Du eine gute oder eine schlechte Nacht gehabt hast?
Barry: Ich kann es. Ich kann vergleichen. Jemand aus dem Publikum, der die Show nur einmal gesehen hat, kann es nicht. Ich vergleiche die Nacht davor, das Jahr davor, den Monat davor. Alle meine Leute tun das. Und zweifellos, meine Aufgabe als Künstler auf der Bühne ist es, einen Truck zu fahren. Ich muß wissen, wann ich auf die Bremse zu treten habe oder wenn etwas schiefläuft, wozu es bisher noch nicht gekommen ist. Das einzige, was ich während der Show ändere wenn sie gut läuft ist, dass ich Lieder hinzufüge. Das habe ich schon gemacht. Ich habe neue Songs vor einem sehr, sehr netten Publikum ausprobiert. Ich frage: "Wollt ihr etwas hören, an dem wir gerade arbeiten"? Überraschend ist, dass in den Nächten - wo ich denke, dass ich kaum noch Energie habe und am Nullpunkt angelangt bin - ich auf die Bühne gehe und dieses manchmal die wunderbarsten Nächte sind, da das Publikum so toll ist.
Frage: Bevorzugst Du eine bestimmte Größe bei den Veranstaltungsorten, in denen Du gerne spielen würdest?
Barry: Ich gewöhne mich an jeden Ort, wo ich auftrete. Als ich das erste Mal in einer Halle mit 15.000 Sitzen auftrat, hörte es sich wie etwas an, was ich nicht tun wollte, denn ich hatte mein Programm auf einen etwas intimeren Ort abgestimmt - von Angesicht zu Angesicht. Aber nachdem ich mich daran gewöhnt hatte, fand ich heraus, wie ich es anstellen mußte. Es war sehr angenehm.
Als ich das erste Mal mit dem Konzept "in the round" auftrat, schien es einfach schrecklich zu werden, aber nun, da ich daran gewöhnt bin, ist es nicht übel.
In Chicago trat ich einmal einfach in einem kleinen Nachtclub auf. Wir tauchten einfach auf und es waren nur 200 - 300 Leute da, es war toll. Wir berechneten jedem 5 $ Eintritt. Ich hatte nur einen kurzen Auftritt aber es war für alle wie umsonst. Ich improvisierte. Ich spielte ein paar Lieder, die ich seit Jahren nicht mehr gespielt hatte. Das habe ich mal im "Botton Line" in New York und im "Roxy" in L.A. gemacht.
Frage: Das Publikum hat Dich immer lieber gemocht als die Kritiker. Denkst Du, dass die Presse immer Deine Shows in die Pfanne hauen wird?
Barry: Es ist egal, was ich mache. Und es gibt nichts, was ich dagegen tun kann. Ich würde nichts an dem ändern, was ich mache. Ich liebe das, was ich mache. Ich liebe das, was mich umgibt. Ich mag die Leute, mit denen ich zusammen arbeite und das Publikum tut das auch. Also gibt es nichts, was ich ändern würde. Es ist nur ärgerlich zu wissen, dass letztendlich auch mein Cousin und meine Tante Rose in New York diese schlechten Kritiken lesen.
Frage: Du erwähntest, dass Du als Heranwachsender überhaupt kein Interesse an Rock’n Roll hattest.
Barry: Nun, meine Hausaufgaben machte ich zu Murray the K., aber allgemein muß ich sagen, dass ich mich mehr für Jazz als für Rock’n Roll interessiert habe. Ich war mehr für Show-Melodien. Ich stand mehr auf Julius Monk und auf Nachtclubs, wie dem "Upstairs at the Downstairs", obgleich das vor meiner Zeit war. Aber ich schaute mich mehr in dieser Art Musik um. Ich war und bin ein musikalischer Snob. Ich denke, die Musik, auf die ich abfuhr, war sowas wie "in" oder "cool" für gewisse Leute.
Frage: Nichols & May als Eröffnungsprogramm?
Barry: Yeah, das war auch vor meiner Zeit aber das war es, denn ich spielte ja für solche Leute. Ich war im Showgeschäft und nicht im Rock’n Roll oder Popgeschäft. Ich war Klavierspieler. Ich war der Begleiter für Mädchen und Jungen, die auf der Bühne sangen, also war ich in dieses Metier verwickelt, mit den Theaterleuten, den realen Leuten und als ich mit diesem Mädchen auf Tournee ging, haben wir eher die legitimen Lieder gesungen, obwohl es auch Popmusik war. Es war nicht annähernd so was wie Rock oder was damals gerade angesagt war. Es war damals einfach richtig.
Frage: Eine der erstaunlichsten Sachen bei Bette Midler’s Debut Album war ihre großartige Auswahl der Stücke.
Barry: Na ja, weißt Du, Bette war immer eine Ausnahme-Künstlerin. Sie steckt so viel von sich hinein, egal was sie tut, dass es immer originell ist und das ist die Einzigartigkeit einer Bette Midler. Sie hätte die Sachen, die sie singt, auch selber schreiben können, denn sie gibt so viel von sich selbst.
Die Gefahr für einen Sänger, der die Lieder anderer Leute singt, besteht darin, am Ende nur ein Medium zu sein. Deshalb wurden viele Pop-Sänger der 50er und 60er Jahre vergessen. Der Stil hat sich geändert - und Tschüß. Das war’s. Ihre Persönlichkeiten waren nicht stark genug, um die Stiländerung zu überleben.
Bette wird es immer geben, egal was sie singt. Sie steckt so viel von sich selbst hinein und das ist es, was sich verkauft.
Ich hoffe, ich mache das auch.
Frage: In diesem Zusammenhang, was hat Dich dazu veranlaßt, "Memory" zur gleichen Zeit wie Barbra Streisand aufzunehmen. Gab es da so etwas wie Konkurrenz?
Barry: Ich habe es nie als Konkurrenz betrachtet. Nie. Es war zu unterschiedlich. Die einzigen Bedenken, die ich hatte, waren, ob ich diesen legitimen Song nehmen und in einen Popsong verwandeln könnte. Niemand schien das zu können und ich mußte noch daran herumbasteln. Ich mußte ihn etwas umarrangieren. Gottseidank hatte ich all die Jahre des arrangierens hinter mir, so dass ich mich hinsetzte, das Ding auseinandernahm und eine Popversion daraus zusammen basteln konnte. Der Grund, warum sie damit keinen Hit landete, war nicht, dass es kein gutes Lied ist. Sie bewegte sich zu nah an der original Version und die Art von Songs kann sich nicht im "Pop"-Radio halten. Du stehst im Wettbewerb mit einigen sehr, sehr aggressiven Rock’n Rollern. Sogar meine Version von "Memory", so populär und leidenschaftlich sie auch war, hatte Schwierigkeiten, mit diesem Zeug zu konkurrieren, weißt Du. Und ich war sehr froh, zu sehen, wie weit sie es brachte.
Frage: Ich weiß, dass Du seit ein paar Jahren in Erwägung ziehst, ein Broadway Musical zu schreiben.
Barry: Ich versuche mich darin. Ich habe ein paar Ideen, die ich gerne auf einer Bühne am Broadway verwirklichen möchte und ich arbeite mit verschiedenen Leuten daran. Es ist nur nicht einfach, eine richtige Broadway Show zu machen. Das ist ein großes Vorhaben. Na ja, ich meine - wer weiß? Würde ich mich für ein Jahr in einem großen Haus am Broadway verpflichten? Ich würde es machen, wenn es wirklich einfach unwiderstehlich wäre. Ich würde es sehr gerne tun. Ich glaube, am Broadway hat es lange Zeit überhaupt keine amerikanische Popmusik gegeben, abgesehen von Rupert Holmes. Ich glaube, wenn Leute wie ich, Billy Joel, Paul Simon und Neil Diamond für den Broadway schreiben würden, wäre das einfach toll aber es ist viel zu kostspielig. Es ist teuer und es ist gefährlich, und es ist eine andere Welt als die, die wir gewohnt sind. Es ist überhaupt nicht wie Popmusik. Es ist ein ganz anderes Metier, ein anderes Handwerk, was man erst erlernen muß. Man kann da nicht einfach einsteigen und denken es sei eine neue Platte.
Frage: Bist Du in der Lage durch die Straßen zu gehen, ohne einen Aufruhr zu verursachen?
Barry: Oh ja, ich verursache regelmäßig einen Aufruhr aber nicht jedes Mal! Ich setzte einen kleinen lustigen Hut auf, weißt Du, und dann kann ich die Madison Avenue rauf und runter gehen und einkaufen. Möglicherweise schreien ein paar Taxifahrer aus dem Fenster. Das Tollste ist, wenn die Müllmänner aus ihren Trucks hängen und "Yo, Barry" rufen und dabei ihren Damen hochhalten. Es ist eine Sache, wenn die Mädchen kreischen aber ich sage Dir, wenn die Müllmänner sich aus ihren Lastern hängen, dann weißt du, dass du es geschafft hast.!
Frage: Kommen die Leute immer zu Dir und geben Dir einen Song?
Barry: Jeder hat eine Kassette. Die Leute halten mich an, wenn ich Auto fahre. Einmal fuhr ich gerade nach Hause und da war dieser Typ im Auto neben mir, er winkte und klopfte an die Scheibe. Normalerweise winke ich zurück. Dieser Typ kurbelte seine Scheibe runter und sagte: "Ich kenne Artie Butler" (der für mich arrangiert) und ich sagte: "Gut". Und er sagte: "Mein Name ist Soundso und ich habe ein Lied". Ich sagte: "Häh, ich verstehe nicht". Wir standen beide an einer roten Ampel und er sprang aus dem Auto, kramte eine Kassette hervor und gab sie mir und sagte: "Das müssen Sie sich anhören, ich weiß, dass es ein Hit wird". Die Ampel sprang um und alle hupten und so zogen wir beide von dannen.
Frage: War es ein Hit?
Barry: Nein.
Frage: Hast Du viele Songs, die darauf warten auf einem Album zu erscheinen?
Barry: Ich schreibe zwischen 30 - 40 Songs pro Album. Ich beginne mit einem Haufen Liedern und eins ist besser als das Andere. So habe ich einen Koffer voller Material, von dem ich denke, dass es gute Arbeit ist, dass es aber nie bis auf eines meiner Alben geschafft hat. Und Du wirst sie wahrscheinlich nie zu hören bekommen, da ich nicht mehr auf sie zurückgreife. Wenn sie es einst nicht auf das aktuelle Album geschafft haben, greife ich nicht mehr auf sie zurück.
Frage: Dachtest Du, dass "Mandy" eine Chance hat, als Du es herausbrachtest?
Barry: Nein. Für mich hörte es sich nicht nach etwas besonderem an. Ich war zu nah dran, außerdem kam es zu einer Zeit heraus, als die Disco-Musik gerade auf dem Vormarsch war. "Kung Fu Fighting" war ganz oben und "Dicso-Duck". Das war meine Konkurrenz. Und "Mandy" war eben nur so etwas wie eine hübsche Ballade, nichts umwerfendes. Es war einfach eine Ballade, ein schöner Song, also dachte ich nicht, dass ich mir irgendwelche Hoffnungen zu machen brauchte. Keiner war mehr überrascht als ich, als es ein Hit wurde. Innerhalb weniger Wochen ging es ab.
Frage: Gibt es irgend etwas, was Dir der Erfolg ermöglicht hat und was Du schon immer tun wolltest, als Du in Brooklyn aufgewachsen bist?
Barry: Nun, sich nicht mehr für die Miete abstrampeln zu müssen ist etwas, wonach man strebt. Ich meine, ich habe so viele Jahre damit verbracht, mich für die Miete abzurackern, dass das erste Mal, wo ich mich zurücklehnen konnte, eine große Erleichterung war. Nicht, dass der Druck jemals aufhört, denn - wer hätte je gedacht, dass ich in einem Haus leben würde. Wer hätte gedacht, dass ich in einem Haus leben und ein Auto besitzen würde? Wer hätte je gedacht, dass ich in einem Haus leben, ein Auto und ein Büro besitzen würde? Du siehst, je größer man wird, desto mehr Geld gibt man aus. Aber der Erfolg ermöglicht es einem wenigstens aufzuhören, darüber nachzudenken, für die Miete zu leben.
Ich komme nicht aus dem Umfeld wo man sagt, dass man nach Luxus strebt. Ich werde mir dessen gerade bewußt. Es ist nett, aber ich habe nie danach gestrebt und wenn man es mir wieder wegnehmen würde, denke ich nicht, dass ich ihn vermissen würde. Ja, da gibt es einen Rolls Royce. Das ist ein schönes Auto, weißt Du, aber ich brauche es nicht. Ich sorge mich nicht so sehr über materielle Dinge, wie es andere tun. Glaube mir, mir geht es heutzutage wirklich gut, weißt Du, aber wenn ich nicht gut lebe, bekommt es Uncle Sam (der Staat) zurück. Ich denke immer so darüber: Irgend jemand wird diese Art von Erfolg haben - also kann ich das auch sein.
Ich saß in meinem Umkleideraum - ich glaube, es war im Circle Star Theater. Die Leute schrien und versuchten reinzukommen. Ich sagte: "Was ist passiert"? Und mir wurde klar, dass ich der Anlaß war. Ich sagte: "Nun, jemand muß ja hier in der Umkleidekabine sitzen, mit schreienden Leuten und ausverkauften Shows. Das kann auch ich sein. Warum nicht? Warum akzeptiere ich es nicht einfach und genieße es"?
Frage: Wie gehst Du damit um, wenn es deine Platten nicht in die Top 40 schaffen?
Barry: Ich erinnere mich an Clive Davis, der mir Anfang der 80er sagte, dass es von nun an wie eine Achterbahnfahrt für mich werden würde. Ich würde jedes Mal in Panik geraten, wenn eine Platte nicht so läuft und er sagte, "Du mußt damit aufhören. Du mußt lernen,damit umzugehen, denn von nun an wird es ein Auf und Ab sein und du kannst nicht immer das "neue" Kind in der Stadt sein". Es ist schwer, damit umzugehen - aber nicht unmöglich.
Es ist immer gegenwärtig, also versuche ich, nicht all zu oft darüber nachzu-denken, außer wenn eine brandneue Platte herauskommt. Vielleicht kümmere ich mich zu viel und bin zu sehr besorgt, aber ich rufe die Radio-Leute an. Ich rufe die Leute in der Plattenfirma an. Ich sage: "Nun, wie macht sie sich"? Ich bringe es auch fertig, die Leute zu Hause anzurufen und zu fragen: "Wie geht’s? Wie läuft’s?"
Ich bin nicht blasiert geworden. In dem Moment, wo ich eingebildet werde, wird alles zerbrechen.!